Wirken der Dämonen in zwischenmenschlichen Beziehungen:


Es gibt wohl keinen Bereich indem der nicht erlöste, nicht heilige Mensch, Gott näher, ähnlicher ist als in der Elternschaft.

Die Ähnlichkeit besteht zum Einen in der gebenden dienenden Liebe der Eltern zu den Kindern, die dient, gibt, pflegt und nichts

weiter wünscht als das Glück der Kinder, zum Anderen in der Beziehung der Kinder zu den Eltern. In den ersten Lebensjahren bilden Kinder das Grundvertrauen zu sich selbst und damit zum Leben an sich. Für eine gute Glaubensbeziehung zu Gott ist es dabei besonders wichtig dass das Kind alle Wünsche und Bedürfnisse bei den Eltern zu finden weiß. Ein Kind dass seinen Eltern nicht vertrauen kann oder konnte wird es schwer haben Gott zu vertrauen. Darum werden Dämonen alles daran setzen das Familienleben zu stören und versuchen die Eltern in die Rolle der paradiesischen Schlange zu zwingen die das vertrauen zu Gott zerstört.




Eltern sind nicht mehr und nicht weniger als die wahren Stellvertreter Gottes auf Erden, neben denen alle Heiligen mit ihrer Gelehrsamkeit verblassen. Jedoch ist die Wesenheit Gottes hier nicht in einer Person gefasst sondern auf zwei Personen verteilt, Die Mutter übernimmt den Teil der göttlichen Liebe und dient als Vorbild für eine spätere, reife Gottesbeziehung des Kindes. Wenn ein Kind Hunger bekommt wird es schlicht zur Mutter gehen, in der Gewissheit dass sein Bedürfnis nach Nahrung in der Mutter geborgen ist und Erfüllung findet. Schlägt es sich ein Knie auf wird es wieder die Nähe der Mutter suchen in der Gewissheit die nötige Versorgung und Trost zu finden. Sollten diese Bedingungen von der Mutter nicht gegeben sein, wird ein Kind dass der Fürsorge seiner Eltern entwachsen ist es schwer(er) haben diese Geborgenheit bei Gott zu suche. Der Vater übernimmt den Teil der göttlichen Gerechtigkeit, Beide Aspekte sind für die Entwicklung des Menschen wichtig da sie sich gegenseitig bedingen,würde Gott seine Liebe nicht durch die Gerechtigkeit begrenzen, würden wir in seiner Liebe regelrecht ertrinken. Am Vater lernt das Kind seine Grenzen zu erkennen und findet zugleich Schutz. Der Vater ist derjenige dem das Kind die Macht zuschreibt die Gespenster die sich im Schrank oder unter dem Bett tummeln durch seine alleinige Anwesenheit zu vertreiben. Ein Vater der seine Autorität missbraucht und nur darauf wartet sein Kind zu strafen richtet im Glauben des Kindes großen Schaden an, wahrscheinlich wird es in Gott einen Willkürherrscher sehen und einen ungesunden Glauben entwickeln oder ihn völlig ablehnen.



Strategien der Dämonen:


Die Strategien die Dämonen Anwenden um das Familienleben zu stören hängt stark von die Veranlagungen der Familienmitglieder ab. Trotz Erbsünde hat der Mensch, besonders ein auf Christus getaufter, ein hohes Maß an Integrität welches in vor starker Einflussnahme durch Dämonen schützt. Wird diese Integrität durch die Eltern oder andere Menschen in der Kindheit verletzt wird, eine Bresche in die natürliche Abwehr des Menschen geschlagen durch die, die Dämonen von außen auf den Menschen einwirken können. Ein Beispiel:


Neigen die Eltern zur Lüge und enttäuschen das Kind mehrmals wird sich im Kind Misstrauen breit machen. Was die Dämonen mit dieser Bresche anfangen kann sehr unterschiedlich sein. Zum einen können sie die völlige Abhängigkeit des Kindes von den Eltern ausnutzen, da ein Kind seiner Veranlagung nach sich der uneingeschränkte Liebe seiner Eltern immer gewiss sein muss, ist das Kind gezwungen seine Eltern zu idealisieren. Um den Gedanken "Meine Eltern lieben mich nicht" abzuwehren ist das Kind gezwungen die Enttäuschungen zu verdrängen, über die verdrängte Enttäuschung ist es den Dämonen möglich das Misstrauen gegenüber anderen Personen immer wieder anzureizen und so spätere Beziehungen zum Lebenspartner oder gar den eigenen Kindern zu belasten. Das oberste Ziel bei all ihren Aktivitäten ist es unsere Liebe zu zerstören. Werden die verdrängten Altlasten aus unserer Kindheit aufgelöst etwa durch eine Therapie, verlieren die Dämonen einen Teil ihres Einflusses, wirkliche Befreiung und Erlösung jedoch kann nur durch Gott gewährt werden. Ein weiterer Teilbereich sind die Besitzansprüche die ein Dämon an einen von ihm belasteten Menschen stellt, hat der Dämon seinen negativen Samen in den Menschen eingebracht, etwa ein ausgeprägtes Minderwertigkeitsgefühl, betrachtet er die von den Folgen (Hass, Neid,Furcht) geplagte Persönlichkeit als sein Geschöpf und Werk (Der Dämon als Affe Gottes), wird also alles daran setzen seinen vermeintlichen Besitz zu verteidigen.


Über den Direkten Einfluss hinaus inspirieren Dämonen Ideologien oder Gesellschaftliche Einflüsse die ein geordnetes Familienleben erschweren. Die Folgen dieser Entwicklung wurden schon oft und gut publiziert so dass es nicht nötig ist diese hier aufzuführen.



Dämonen in der Partnerschaft:


Die meisten Menschen kennen es, man ist frisch verliebt und schwebt auf Wolke Sieben in den ersten Wochen und Monaten hat man den Eindruck die Welt feiert mit, auf der Arbeit läuft alles bestens selbst der Chef ist zufrieden alles läuft glänzend. Warum? Da wo die Liebe ist da ist auch das Gelingen und selbst die Dämonen müssen in dieser Zeit fliehen, diese ganze Liebe sie halten es einfach nicht aus, wo die Liebe ist da können sie nicht sein. Aber sie habe Zeit es dauert nicht lange und unser eigener Egoismus meldet sich wieder, die Liebe erkaltet etwas und was dann folgt ist eine Politik der Nadelstiche. Zu aller erst hetzen sie die Umwelt gegen einen auf, der Chef ist mit der Arbeit nicht mehr zu Frieden und ist der Meinung man solle Überstunden machen. Nicht viel später geben die Dämonen dem/der Partner(in) Zweifel ein ob man denn wirklich Überstunden macht oder etwas verheimlicht.


- Das Gedächtnis unterliegt den Dämonen in besonderem Maße. Da unsere Erinnerungen nur in unser Bewusstsein gelangen wenn wir sie benötigen, ist es den Dämonen möglich diese zu manipulieren. Eine ganz typische Situation ist: "Wir wollten uns doch um xx Uhr dort und dort treffen." "Ach, ich dachte es sei dann und dann." Die Möglichkeiten der Einflussnahme hängen dabei zum großen Teil von unserer Unbewussten Zustimmung ab. Ist der der Termin bei Tante Frieda so oder so nicht recht, fällt es den Dämonen Leichter unser Gedächtnis zu manipulieren. Am häufigsten ist es jedoch dass in Streitsituation schlechte Erinnerungen hervorgekramt werden, dabei machen sich die Dämonen den natürlichen Prozess zu nutze der für unser Überleben notwendig ist. In einer Streitsituation gleicht unser Gehirn alte Erfahrungen mit der Aktuellen Situation ab um angemessen zu reagieren. Dieser Prozess ist völlig natürlich und gerade weil er so natürlich ist fehlen uns Widerstände gegen die Einflussnahme der Dämonen. So kommt es dann vor dass Erinnerungen aus früheren Beziehungen auftauchen, "so fing es damals auch an usf." oder aber wir machen dem Partner Vorwürfe die wir eigentlich unseren Eltern machen wollen/wollten "Du hast nie Zeit für mich". In solchen Situationen ist es wichtig erst einmal Abstand zu nehmen und sich zu fragen ob der Anlass des Streits denn wirklich so dramatisch ist. Nur allzu oft ist es so dass die Dämonen eine Kleinigkeit riesengroß erscheinen lassen.


-Pedanterie, Hetzen, Treiben, Verunsichern: Da die Selbstwahrnehmung bei diesem Phänomen in hohem Maße leidet, ist es am besten des Phänomen von außen zu betrachten. Jeder kennt den Typus Mensch der ständig zu tun hat und oft nicht mehr weiß wo ihm der Kopf eigentlich steht. Der Typ Mensch der immer für andere da sein muss und demzufolge immer auf dem Sprung ist. Hier machen sich die Dämonen Zwangsstrukturen zu nutzen um uns dem Partner zu entziehen oder mit einem Zu viel am Zuwendung zu erdrücken. Ein Mensch der unter dem Druck eines ungeduldigen Vaters stand wird etwa versuchen alles in Eile zu tun, wodurch zwangsläufig Fehler unterlaufen und er noch mehr Zeit aufwenden muss um diese zu korrigieren, Zeit die der Lebenspartner eventuell lieber mit dem Partner zugebracht hätte. Ein weiteres Ziel dieser Aktionen ist es den Menschen zu Demütigen, Selbstvorwürfe "Ich kann nichts richtig machen usf." halten den Menschen im Zwiespalt mit sich selbst,, damit klein und unselbstständig. Menschen mit Zwangsstrukturen dürften den Dämonen die liebsten Opfer sein, sie setzen sich selbst so unter Druck, dass es den Dämonen ein leichtes ist diesen Druck noch zu steigern. Das Kuriose daran ist, Dämonen sind selbst zwangstrukturell-veranlagt. Durch den Verlust der göttlichen Liebe haben sie einen großen Teil ihres Freien Willens eingebüßt und können nicht mehr anders als Böses zu tun.


-Steuerung des Partners: In einer längeren Partnerschaft bleiben uns die Fehler und Schwächen des anderen nicht verborgen, so ist es durch Anreiz der Dämonen möglich, dass wir genau im falschen Moment etwas zu unserem Partner sagen was eine seiner Schwächen anspricht. Ob es sich dabei um einflussnahem der Dämonen handelt ist größtenteils daran zu erkennen ob wir es bewusst sagen oder tun oder ob es regelrecht aus uns hinaus platzt und wir uns selbst über diese Gemeinheit wundern. Weiter können Dämonen die Körperfunktionen beeinflussen, etwa unangenehmes Schmatzen, plötzlich auftretender Mund- oder Körpergeruch, Essensreste im Mundwinkel usf. Dies alle dient nur dazu die Liebe des Partners zu zerstören und den Menschen der darauf hingewiesen wird zu demütigen. Allerdings muss ein schwerer Grad an Umsessenheit oder Besessenheit vorherrschen um diese Phänomene am Körper des Menschen hervorzurufen.



Dämonen und Sexualität:


Dieser Abschnitt betrifft zum großen Teil das Männliche Geschlecht. Dämonen werden versuchen den Mann zum Verlust seiner Samenflüssigkeit anzureizen, die Samenflüssigkeit enthält einen riesige Menge an Lebensenergie. Am besten verdeutlicht man die Menge an Lebensenergie mit der Anzahl der Spermien, die zwischen

20 und 100 Mio. Liegt. Theoretisch ist es einem Mann also möglich mit einem einzigen Erguss einen Kontinent zu bevölkern. Da sich die Dämonen, durch ihren Fall, von der Göttlichen Liebe und damit von der Lebensenergie abgeschnitten haben, benötigen sie Menschliche Energie um ihr Leiden zu mildern. Sie ernähren sich auch von negativen Emotionen wie Neid, Hass, Aggression, jedoch enthält der Samen so viel Lebenskraft dass sie ihren Energiemangel damit am besten kompensieren. Ein weiterer Effekt des häufig wiederholten Samenverlusts ist der Mangel an Testosteron im Gehirn, Testosteronmangel führt zu Unterwürfigkeit und ermöglicht es so einen Menschen leichter zu beherrschen. Einige Spielarten der Sexualität sind auf Dämonen zurückzuführen,Pädophilie, Fäkalphilie, Sodomie, Inzest, Sexuelle Gewalt- und Machtausübung im Allgemeinen, usf. Homosexualität muss hier besondere Erwähnung finden. Nicht zu unrecht sind viele Menschen der Meinung Homosexualität sei eine normale menschliche Angelegenheit, schließlich sind zwei erwachsene Männer frei zu tun was sie wollen. Dem möchte ich nicht widersprechen, dennoch, jeder der wach und objektiv mit Homosexuellen Männer und Frauen verkehrt wird eine Häufung auffälliger Charaktereigenschaften bemerken, die ich unter "Oppositionell" zusammenfassen möchte. Unter anderem ist eine ausgeprägte Streit- und Widerspruchslust vorherrschend, die wohl aus einem Minderwertigkeitsgefühl entspringt. Vorschnell mag man annehmen diese Minderwertigkeitsgefühl rühre von den Gesellschaftlichen Gegebenheiten her, die die vermeintlich angeborene Veranlagung zur Homosexualität ablehnt. Jedoch finden wir in Römer 1. 27-31 die von mir erwähnten Charaktereigenschaften aufgeführt, im Römischen Reich unterlag Homosexualität keinerlei negativer Bewertung durch die Umwelt. Eine weitere Erscheinung in der der Zeitgeist den Betroffenen einen Bärendienst erweist, ist die Erscheinung der Transsexualität/Transvestitismus. Es ist überhaupt nicht sinnvoll ein gesellschaftliches Klima zu erzeugen, dass die Betroffenen in ihren Absichten noch bestärkt, ähnlich als würde man einem Wahn erkrankten helfen wollen indem man ihm den Titel Eure Exzellenz Bon-Aparte zugesteht. Eine übernatürliche Ursache, über die ich aufgrund mangelnder Eigenerfahrung nur spekulieren kann, könnte die Besetzung durch einen Gegen geschlechtlichen-Verstorbenen sein. (dazu weiter unten) Aber auch Fetische können von Belang sein, sobald ein Fetisch das Sexualleben maßgeblich beeinflusst, d.h. im Mittelpunkt der Sexualität steht, wird der Sexualpartner zum Objekt degradiert und damit die Liebe zerstört oder kommt nicht auf. Auch Analverkehr unter heterosexuellen Paaren kann auf ein Problem verweisen, sollte eine stärkere Fixierung auf Analverkehr bestehen, handelt es sich in der Regel um eine symbolische Entmachtung des Sexualpartners. Ähnlich verhält es sich mit Eigenarten wie, der Frau in Gesicht oder Mund zu ejakulieren.



Dämonen in der Psychotherapie:


Unabhängig davon weshalb der Patient eine Therapie beginnt werden sich Dämonen bedroht fühlen. Eine erfolgreich verlaufende Therapie würde ihnen ein erhebliches Maß ein Einfluss über die Person rauben, deshalb werden sie verschiedene Strategien anwenden um diese zu Sabotieren. Bei der Wahl der Strategie scheint für die Dämonen eine gewisse Abhängigkeit zu bestehen, rühren die Symptome des Hilfesuchenden nicht von einer tatsächlichen Erkrankung her, sondern sind allein dem Dämon zuzuschreiben, ist es möglich dass der Dämon dem behandelnden Arzt oder Psychologen ein allgemein bekanntes Krankheitsbild vorspiegelt. Der Begriff "vorspiegelt" ist bewusst gewählt, da Dämonen über die Fähigkeit der Hellsichtigkeit verfügen und ihnen unsere Gedankenwelt weitestgehend zugänglich ist werden sie schlicht das Krankheitsbild wählen welches den Erwartungen des Behandelnden am meisten entgegen kommt. Dabei werden sie Erinnerungen manipulieren, Träume eingeben usf.

Ziel dessen ist die Therapie zur Zufriedenheit aller zu einem Erfolgreichen Ende zu führen. Allerdings wird diese Konstellation die weitaus seltenere sein.

Eingeschränkter sind die Möglichkeiten der Dämonen wenn es sich um eine Umsessenheit handelt, die auf Kindheitstraumata aufbaut. Hier sind Dämonen gezwungen mit dem zu arbeiten was sie vorfinden, hier werden die Schwerpunkte der Strategie auf "Blockade" liegen. Es wird versucht werden die so oder so schon anstrengende Therapie noch anstrengender zu machen indem der Schmerz und Leiden gesteigert und verlängert werden. Das Bild des Patienten wird dem entsprechen was man einen "Schwierigen Patienten" nennt "der nicht mitarbeiten will" "krank sein will". Hier ist es wichtig zu beachten dass der Erfolg der Therapie nur hinausgezögert aber nicht verhindert werden kann, da der Patient nicht vollständig unterworfen ist. Zwei Phänomene die in der Psychotherapie häufig auftreten sind Folgende: 1) In der Regel nehmen die Symptome nicht in einer Graduellen-Entwicklung ab, sondern treten kurz vor einer eintretenden Besserung noch einmal in verstärkter Form auf, um dann schnell abzunehmen. 2) Der Patient hat dem Anschein nach das Schlimmste überwunden, und befindet sich auf dem Weg der Besserung und nimmt sich dann zur Überraschung von Therapeut und Familie das Leben. In beiden Fällen handelt es sich um ein Aufbäumen der Dämonen gegen den drohenden Machtverlust zu verhindern. Der Hass der Dämonen ist dabei so groß dass sie ihr Opfer lieber in den Tod reißen als ihren Machtanspruch aufzugeben.




Anneliese Michel:


Auch nach reiflicher Überlegung ist es mir nicht möglich die Geschehnisse in Klingenberg am Main genau einzuschätzen. Nach meiner Einschätzung handelt es sich nicht um einen Fall von vollständiger Besessenheit, sondern um Umsessenheit. Dafür spricht die fehlende Autonomie der Stimmen die aus Anneliese Michel sprechen. Alle mir zugängliche Äußerungen von Frau Michel lassen sich, schnell und einfach, auf die Biographie von Frau Michel zurückführen. Um Täuschung, seitens der Dämonen, kann es sich m.E. auch nicht handeln, da diese nach einer so hohen Zahl an Exorzismen (67 an der Zahl) die Fassung verlieren und zu einer so lang anhaltenden Täuschung nicht mehr fähig wären. Was sich jedoch mit Sicherheit feststellen lässt ist das völlige Versagen aller Beteiligten. Anneliese wuchs in einem "Streng katholischen" Elternhaus auf, wobei der Akzent mehr auf der Strenge als auf Katholizismus gelegen hat. Aus Presseberichten ist zu entnehmen, dass Anneliese Michels Mutter ihr Tochter Anneliese aufgrund einer Sexuellen-Verfehlung in der Vergangenheit als Sühneopfer für Gott dar brachte. Ich kann nicht beurteilen ob es sich hierbei um eine Erdichtung der Medien handelt, jedoch passt diese Information zu den Vorfällen, von daher nehme ich sich als wahr an. Inwieweit Anneliese von diesem Umstand wusste ist nicht gesichert, doch bei den unterschwelligen Vorgängen in Familien dürfte ihr diese Tatsache nicht verborgen geblieben sein. Anneliese tut was viele Kinder in dieser Situation tun, sie nimmt die ihr zugewiesene Rolle als Sühneopfer an um sich die Liebe der Mutter/Eltern zu sichern. Und spätestens hiermit wurde der Grundstein für die Einflussnahme von Dämonen gelegt, die dann später im Glauben an eine Sühnebesessenheit gipfelte. Die beiden mit dem Exorzismus beauftragten Priester standen dem Fehlverhalten der Eltern in nichts nach. Nicht nur dass sie als Anneliese die Nahrungsaufnahme verweigerte, allein aus Menschlichkeit, die Exorzismen hätten aussetzen müssen um einem Arzt die Gelegenheit zu geben für das physische Wohl von Anneliese zu sorgen, sie verfügten offensichtlich nicht über die notwendigsten Kenntnisse im Umgang mit Dämonen. Ein Grundlegender Fehler war von einer Sühnebesessenheit auszugehen, denn ab hier war es nicht mehr das Anliegen Anneliese von einer Besessenheit zu befreien, sondern, um es böse auszudrücken, das Ableben von Anneliese zu verwalten. Der Begriff Sühnebesessenheit besagt, der Betroffene sühnt seine eigenen oder die Sünden anderer. Ohne in Theologie abschweifen zu wollen, Christus selbst verwendet den begriff Sühne selbst nicht und in der Bibel wird dieser Begriff niemals erwähnt, ich persönlich halte die Vorstellung schon allein deshalb für Abwegig weil Christus selbst das Opferlamm Gottes ist und ein Mädel aus Deutschland soll das Erlösungswerk nun komplettieren? Anneliese selbst kam zu der Auffassung durch Träume, in denen die Jungfrau Maria sie zur Annahme der Sühne durch Besessenheit bewegte, was die Priester natürlich vorbehaltlos glaubten. Dieser Fehler wiegt deshalb besonders schwer, weil das Rituale Romanum, welches die Priester verwendeten, selbst auf eine mögliche Einflussnahme der Dämonen auf Träume und Visionen hinweist. Eine weitere Anweisung die die Priester ignorierten war es die Dämonen ,auf neugierige Weise, zu befragen, so ließ man sich sogar dazu hinreißen Glaubensanweisungen von den Dämonen entgegen zunehmen, die diese angeblich auf Zwang Christi geben mussten. Alles in Allem Vorgänge über die man nur mit dem Kopf schütteln kann.



Sünde:


Ich habe die Vorgänge um Anneliese Michel ,in aller Knappheit, aufgeführt um besser auf die Begrifflichkeit "Sünde" eingehen zu können. Unter Sünde verstehen die meisten Menschen, leider auch die Gläubigen, eine Ansammlung von verbotenen Handlungen. Im Grunde jedoch bedeutet Sünde nichts anderes als sich von der Liebe abzuwenden, bzw. aus der Liebe hinaus zufallen. Sobald wir aus der Liebe herausfallen, sind wir anfällig für die Einflussnahme durch Dämonen, die Liebe ist die natürlich Abwehrkraft gegen schlechte Einflüsse. Leben wir ohne Liebe ist es ähnlich als würden wir unser physisches Immunsystem durch schlechte Ernährung schwächen, da ist der Schnupfen nicht weit. Anneliese war von Lieblosigkeit umgeben, es fing bei den Eltern an die sich selbst mit ihrem Sühneopfer vor der Hölle retten wollten und ging weiter über gelangweilte Dorfpriester die sich auf einmal als Teil eines großen Erlösungswerks wiederfanden. Nichts weiter als ein grausamer Wettbewerb der Eitelkeiten.



Vergebung:


Vergebung macht frei und zwar auf zweierlei Weise. Ärgern wir uns über jeden ,ob zu Recht oder zu Unrecht, ist die Sünde in uns gelangt, dort sitzt sie nun wie ein Stachel der uns schmerzt. In einer Psychotherapie gelingt die Heilung am besten, wenn man es schafft den Eltern zu vergeben. Dabei bedient man sich eines Tricks um die Vergebung (Fachleute nennen es Integration) zu erleichtern, nämlich indem man die Leidensgeschichte der Eltern so gut als möglich aufdeckt. Sollte dies nicht möglich sein, werden die gröbsten Symptome zwar verschwinden, trotzdem belastet der Hader mit unseren Eltern weiterhin unser eigenes Befinden. Trotzdem ist diese Form der Vergebung nicht vollkommen, wirkliche Vergebung findet nur im Glauben statt. Wer wirklich vergibt und selbst um Vergebung bittet, der wird schnell eine Besserung seines Befindens spüren und den Hader der uns fast Täglich begegnet schnell im Gebet loswerden wollen. Gott will die Freude, Gott will das Leben und die Sünde nimmt uns beides.


Dämonen und Vergebung:


Wenn wir , in welcher weise auch immer, von Dämonen geplagt werden liegt der Grund dafür in uns selbst. Die Frage wie dieser Grund in uns hinein gelangt ist steht auf einem anderen Blatt. Die Sünde, der Abfall von der Liebe, fesselt uns in einem Zustand indem Dämonen Einfluss auf uns nehmen können. Vergeben wir anderen so wird auch uns vergeben, so der Christliche-Glaube. In leichteren Fällen, d.h. in der normalen Versuchung im Alltag, wie ich sie oben beschrieben habe, ist es völlig ausreichend anhaltend um Vergebung zu bitten. In leichten Fällen ist es m.E. nicht nötig um die Befreiung von Dämonen zu bitten oder gar zu exorzieren. Ein einfaches "Herr vergib mir dass ich meinem Partner böse bin, hilf mir es besser zu machen." "Herr vergib mir das ich so ungeduldig mit anderen Menschen bin". Diese Bitte, in ernsthafter Absicht gesprochen, ist alles was man braucht und wer die Befreiung die damit verbunden ist selbst erlebt hat, der wird den ganzen Hass gar nicht mehr bei sich haben wollen. Dabei ist zu beachten, dass der der nun sein ganzes Leben lang im Hass und in der Sünde verbracht hat oft nicht merkt wie ihn ein negativer Gedanke befällt, hier ist Aufmerksamkeit geboten. In schweren Fällen ist ein Gang zum Psychologen ratsam, nicht selten ist der Geist in schweren Fällen so verdunkelt dass die Vergebung und das Bitten um Vergebung sehr schwer fällt. Schließlich "ist man ja im Recht" oder sieht die Möglichkeit zur Vergebung nicht mehr. Hat man mit Hilfe des Psychologen den gröbsten Wust der sich im Laufe eines Lebens angesammelt hat beseitigt, wird der Geistige Weg erleichtert. Man sollte versuchen regelmäßig, am besten täglich, in der Bibel zu lesen. Auch wenn es schwer fällt und sich alles in einem sträubt sollte man wenigstens einige Zeilen pro Tag lesen und sich nicht unter Druck setzen (lassen). Nach Möglichkeit sollte man den Einfluss des Geistigen so weit als möglich erhöhen, etwa in dem man ein Kruzifix aufhängt, man geistliche Gesänge hört der etwa die Bibel als Hörbuch laufen lässt, sollten sich Menschen finden die sich bereit erklären Fürbitten um Vergebung zu sprechen umso besser. Ich alte es auch für sehr Ratsam die Vermutung es könne sich um Übernatürliche Einflüsse handeln beim behandelnden Psychologen oder Psychiater offen anzusprechen, auch wenn der Behandelnde diesen Bereich für Aberglauben hält, wird ein guter Psychiater/Psychologe niemanden auslachen oder abweisen. Eine häufige Befürchtung "Dann stecken die mich in die Psychiatrie" ist Unsinn. Kenntnisse des Behandelnden wären zwar wünschenswert sind allerdings nicht notwendig, da seine Hauptaufgabe darin besteht die Psyche zu heilen.


Verstorbene:


Ein Aspekt der oft übersehen wird, ist die Einflussnahme verstorbener Menschen (Seelen) auf die Lebenden. In diesem Zusammenhang möchte ich von einer "Besetzung" und nicht von "Besessenheit" sprechen. Nach meinem Dafürhalten ist die Besetzung durch Seelen wesentlich häufiger als die Besessenheit durch Dämonen. Seelen dringen aufgrund ihrer ähnlichen Beschaffenheit wesentlich leichter in den menschlichen Körper ein als dämonische Geistwesen. Oft handelt es sich dabei um Seelen die Aufgrund ihrer weltlichen Verhaftungen nicht den Natürlichen Weg ins Jenseits antreten können oder wollen, nicht selten wissen die Verstorbenen nicht um ihr Ableben (z.B. im Schlaf verstorben). Die Folgen einer Besetzung unterliegen den selben Prinzipien wie die der Besessenheit, ist ein Mensch etwa von einer Seele Besetzt die durch ihre Verhaftung an Alkohol in dieser Welt gehalten wird, hängen die Folgen in erster Linie von seiner eigenen psychischen Konstitution ab, hat der Besetzte eine latente Neigung zur Trunksucht, wird diese durch die Besetzung wahrscheinlich durchbrechen. Die Anwesenheit einer verstorbenen Seele stellt uns vor ein nicht unerhebliches Problem, eine Menschliche Seele ist nicht nur erlösungsbedürftig, sondern auch der Erlösung fähig. Des weiteren fehlen uns die Mittel mit denen sich Dämonen direkt angreifen lassen bei Seelen völlig, es liegt hier also an uns die Seele über ihren Zustand aufzuklären und von der Richtigkeit des gehens zu überzeugen. Dabei ist zu beachten dass sich Seelen eines Körpers nicht bemächtigen können, also auch nicht durch ihn sprechen können, sollte es der Fall sein hat man es mit einem Dämon zu tun der sich als Seele zu tarnen versucht. Aufgrund meiner Erfahrungen bin ich der Überzeugung, dass Dämonen in der Lage sind Seelen in Körpern zu binden (gefangen zuhalten), jedoch habe ich dieses Phänomen in der einschlägigen Literatur nicht beschrieben gefunden. Dabei könnte es sich um eine Eigenart schwächerer Dämonen handeln, die den Betroffenen auf diesem Weg besser belasten können.


Selbsthilfe:


Bei aller berechtigen Sorge rate ich zu Gelassenheit, ist das Problem erst einmal erkannt ist es auch schon halb gelöst. Die meisten Menschen werden dieser Probleme niemals gewahr, wird man es ist es ein Zeichen dafür dass Christus einem die Augen geöffnet und uns angenommen hat, ist das Geschehen wird er die Sache schon so wenden und biegen dass sie ein Gutes Enden nimmt. Im tiefsten Grunde sind Dämonen keine schrecklichen Gegner, mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln sind sie zu besiegen. Es gibt zwei Wege der Befreiung, zum Einen kann Christus und selbst von den Dämonen erlösen, zum Anderen stehen uns menschliche Mittel zur Verfügung. Der erste Fall ist natürlich der Beste, Christus erlöst uns von einer Sekunde auf die Andere, allerdings muss hier wirklich der ungeteilte Wille zur Umkehr vorhanden sein, es ist nicht möglich diese Erlösung zu erhalten wenn wir danach unser altes,liebloses Leben wieder aufnehmen wollen. Da dieser Wille bei den allermeisten Menschen nicht vorhanden ist, hat uns Christus einige Gnadenmittel geschenkt.


- Gebet und Schrift sind die Grundlage des Christlichen Lebens, die Gebete die man an Gott richtet sollten still gesprochen werden, dabei ist es nicht wichtig was man betet sondern dass man betet. Zwar steht geschrieben wir sollen im gebebt nicht zu viele Worte machen, ich bin der Meinung diese Anweisung ist an Menschen gerichtet die schon fest im Glauben stehen. Am Anfang ist es so als wollten wir vertrocknete Erde mit Wasser gießen, aufgrund ihrer Trockenheit ist die Erde verhärtet und nimmt nur langsam Wasser auf, weicht die Erde durch das Wasser auf nimmt sie es schneller auf und dabei ist es nicht die erde die sich selbst verändert, sondern das Wasser verändert die Erde. Ähnliches passiert im Gebet, hier setzen wir uns der göttlichen Liebe aus, die unsere Verhärtung erst aufweichen muss damit wir schneller Empfangen können. Es spricht also nichts dagegen die Gebete der Ersten Zeit länger zu gestalten. Wie gesagt ist es nicht so wichtig was wir beten, jedoch sollte ein Gebet immer ehrlich sein. Wenn uns elend ist und wir uns von Gott ungerecht behandelt fühlen, spricht nichts dagegen mit ihm zu schimpfen. In dieser Zeit ist es wichtig mit sich selbst ins Gericht zu gehen und Gott um Vergebung zu bitten. Befreiungsgebete die wir für uns selbst oder für andere sprechen sollten, nach Möglichkeit, laut gesprochen werden. Was für uns Zimmerlautstärke hat ist für Dämonen ein echtes Problem, es kommt ihnen unendlich laut vor und es quält sie. Das Lesen in der Bibel fällt vielen betroffenen sehr schwer, trotzdem sollte man versuchen jeden Tag wenigstens einige Zeilen zu lesen. An Stellen in denen es um Dämonenaustreibungen oder Heilungen geht, sollte man die Aufmerksamkeit, so gut als möglich erhöhen, es ist wie mit unserem eigenen Ego, es wird nicht gern an Niederlagen erinnert. Es ist auch nicht notwendig sich zu theologischen Höhenflügen aufzuschwingen, einfaches Lesen ist für den Anfang eine gute Sache.



- Abstinenz von Drogen ist sehr ratsam, besonders Halluzinogene liefern uns übernatürlichen Einflüssen unnötig aus. Um es umgangssprachlich auszudrücken: Halluzinogene regen die Gehirntätigkeit an, unbewusste Gedanken treten leichter ins Bewusstsein, so ist es Dämonen leichter möglich Gedanken einzugeben oder anzureizen. Auch Alkohol kann problematisch sein, wegen der enthemmenden Wirkung sollte ein Vollrausch vermieden werden, gegen geringere Mengen zur Beruhigung o.Ä. ist nichts einzuwenden. Für Männer gilt den Samen so gut als möglich zurückzuhalten, dabei sollte man allerdings nicht in Selbstquälerei verfallen, alles was Quält ist vom Satan.


Es ist ratsam sich von negativer Literatur oder negativen Filmen fern zuhalten. So unangenehm es auch sein mag, in jedem von uns steckt ein kleiner Sadist oder Mörder. Beim Ansehen oder Lesen negativer Inhalte werden die eigenen Neigungen zum einen aktiviert und gestärkt zum Anderen setzen wir uns auf geistige Weise mit der Sphäre in Verbindung aus der diese Inhalten stammen.



- Kampfplatz Traum: Oft findet die Auseinandersetzung mit Dämonen im Schlaf statt. In diesen Träumen tragen wir regelrechte Kämpfe aus, dabei kann es zu Blauen Flecken und Kratzern kommen. Wunden die wir uns auf diesem Weg zuziehen heilen schnell, sehr viel schneller als Wunden die wir uns im Wachzustand zuziehen. Der Unterschied zu normalen Träumen liegt in der Atmosphäre, sie ist einfach anders als die normaler Träume. Am nächsten Tag fühlt man sich sehr schlapp und kommt nicht wirklich in die Gänge. In diesem Bewusstseinszustand scheinen wir über umfangreiches Wissen über die Unsichtbare Welt zu verfügen.



- Geduld ist eine der besten Tugenden überhaupt. So unangenehm es auch ist, man wird sich auf eine Auseinandersetzung einstellen müssen die sich über mehrere Jahre hinzieht. Ursprünglich habe ich diesen Text aus reiner Lust am Schreiben begonnen, nicht ahnend was dann bei mir los sein würde. Alle möglichen Geräte gehen kaputt, Leitungen werden undicht, Geräte schalten ohne ersichtlichen Grund ein und aus, Nachbarn schwärzen mich beim Vermieter wegen Dingen an über die nun seit Jahren Privater Konsens herrscht, überhaupt bin ich bei meinen Nachbarn aufgrund von Wasserschäden derzeit nicht sehr gut gelitten, Anonyme Telefonanrufe gehen ein usf. Das alles innerhalb von 14 Tagen. Ähnliches wird bei jedem auftreten der Versucht sich dem Bösen zu entziehen, alles mit dem Ziel uns so tief wie möglich in die Alltagsgeschäfte zu verstricken um uns von Geistiger Arbeit abzuhalten. Schließlich wollen Rechnungen bezahlt, Hausverwalter abgefertigt, Nachbarn beruhigt, Handwerker bestellt werden. Das alles kostet Zeit und Nerven, das Einzige was man hier tun kann ist es Jesus gleich zu tun und zu sagen "Was du tun musst, dass tue schnell", ohne ein Blaues Auge kommt man eben nicht davon. Am besten wird man gegen diese kleinen Wadenbeissereien so gleichgültig wie möglich. Luther hat es fantastisch ausgedrückt:


Es ist wahr, dass sich der Teufel jetzt so, dann wieder anders sehen und hören lässt.

Aber rufe Gott an und bete; lass ihn danach scharren und poltern, wie lange er will;

du sollst wohl sicher vor ihm bleiben. Sage es ihm nur getrost unter die Augen und sprich:

Du bist der Teufel und bleibst der Teufel. Ich aber bin Christ und habe einen stärkeren

Herrn als du bist; darum lass mich zufrieden. Mir ist selbst oft widerfahren, dass er mir

ein Gepolter im Hause angerichtet und mich hat schrecken wollen. Aber ich habe meinen

Beruf vor mich genommen und gesagt: Ich weiss dass mich Gott in dies Haus gesetzt hat,

dass ich darin soll Herr sein; hast du nun einen stärkeren Beruf als ich, und bist hierin Herr,

so bleibe da. Aber ich weiss wohl, dass du hier nicht Herr bist; du gehörst an einen Ort,

in den Abgrund der Hölle. Bin also wieder eingeschlafen und habe ihn lassen böse sein,

habe wohl gewusst, dass er mir nichts hat tun können.

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1JohKap3Vers8@web.de


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